
Herzlich willkommen im Waldenserort Palmbach
„Lux lucet in tenebris“ – „Das Licht leuchtet in der Finsternis“
Mit diesem Leitspruch der Waldenser heißen wir Sie herzlich willkommen auf der Webseite des Waldenservereins Palmbach e.V.
Sie interessieren sich für die Geschichte der Waldenser und den Waldenserort Palmbach? Dann sind Sie hier genau richtig. Der Waldenserweg Palmbach ist ein kulturhistorischer Themenweg im Karlsruher Stadtteil Palmbach, der von der Stadt Karlsruhe und der Ortsverwaltung Wettersbach initiiert und zum Stadtjubiläum im Jahr 2015 eröffnet wurde. Er erinnert an die Gründung des Ortes durch Waldenser, die wegen ihres reformierten Glaubens aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Palmbach, heute ein Höhenstadtteil am Rande des Schwarzwalds und seit 2021 Teil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, gilt als südöstliches Eingangstor zur Stadt Karlsruhe. Der Waldenserweg sowie das Waldenserdenkmal „Tor des Ankommens“ halten die bewegte Vergangenheit des Ortes lebendig. Entlang des Waldenserwegs erzählen 24 reich bebilderte Schautafeln an 12 Stationen die eindrucksvolle Geschichte der Waldenser sowie die Entwicklung Palmbachs von seiner Gründung bis heute. Wenn unsere Seite Ihre Neugier geweckt hat, laden wir Sie herzlich ein, unseren Ort persönlich zu besuchen und Geschichte vor Ort zu erleben.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende und schöne Zeit im Waldenserort Palmbach.
Ihr Waldenserverein Palmbach e.V.
Roland Jourdan und Johannes Kuhs
Wir feierten 2025 Jubiläum
Vor 10 Jahren (am 13.09.2015) wurde das Waldenserdenkmal und der Waldenserweg feierlich eingeweiht.
Hier finden Sie unsere Bilderserie von der Einweihungsfeier im Jahre 2015.
Führungen
Sie planen einen Vereins-, Betriebs-, Gemeinde- oder Schulausflug in den geschichtsträchtigen Waldenserort Palmbach?
Wir bieten regelmäßig geschichtliche Führungen auf dem Waldenserweg und durch den Waldenserort Palmbach an. Lassen Sie sich beim Erkunden des Weges auf eine eindrucksvolle Zeitreise ein. Der Waldenserverein lädt interessierte Besuchergruppen herzlich zu fachlich fundierten Führungen ein. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin. Erfahren Sie mehr über die bewegte Geschichte der Waldenser – Ein fester Bestandteil der Führung ist auch die Besichtigung der Waldenserkirche mit geschichtlicher Einführung. Weitere Informationen zu den Führungen finden Sie hier.
750 Jahre Grünwettersbach
Im Jahr 2028 feiert Grünwettersbach sein 750-jähriges Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung
Anlässlich dieses Jubiläums ist in Grünwettersbach ein Geschichtsweg geplant, der historische Orte, Gebäude und Ereignisse sichtbar und erlebbar machen soll – ähnlich wie der Waldenserweg in Palmbach mit seinen informativen Stelen, der die Geschichte dort lebendig werden lässt. Ergänzt werden soll dieser Weg durch einen Rundweg über Wegle und Stäffele, der zu versteckten Gassen, alten Treppen und herrlichen Aussichtspunkten führt. Diese Wegle und Stäffelen sollen mit ihren ortshistorischen Namen beschildert werden. Weiter Informationen finden Sie hier.
Einladung „Starke Bündnisse auf der Kulturroute“
Der Ehrentag "60 Jahre Grundgesetz" - Für dich. Für uns. Für alle.
Herzliche Einladung
„Starke Bündnisse auf der Kulturroute Hugenotten- und Waldenserpfad“
Freitag, 22. Mai 2026, 16:00 – 18:30 Uhr in der Historischen Kelter, Kelterplatz 5, 75417 Mühlacker
Begrüßung
- Dr. Renate Buchenauer, Verein Hugenotten- und Waldenserpfad:
Starke Partner für das Kulturerbe: Kulturrouten und Kulturerbstätten im Enzkreis
- Konstantin Huber, Kreisarchiv des Enzkreises:
„Waldensergeschichte im Kreis- und in Gemeindearchiven“
- Edgar Baßler, Fachbereichsleiter „Kultur und Heimat“ im SWV:
„Kultur und Heimat beim Wandern entdecken“
Gespräche und Austausche. Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 15. Mai 2026 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gefördert durch:
Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser: www.hugenotten-waldenserpfad.eu
Der Hugenotten- und Waldenserpfad führt zu den kleinen und größeren Kolonien der Glaubensflüchtlinge in Hessen und Baden-Württemberg und zu den Städten, in denen sich vor allem Hugenotten niederließen – in eigenen Vierteln oder aber auch in verstreuter Lage. Die meisten Orte liegen direkt am Hauptweg, andere sind mit Rundwegen eingebunden, die zu schönen Ein- oder Mehrtagestouren einladen. Entdecken Sie die vielseitige Kultur der Hugenotten und Waldenser am Weg mit unseren Seiten "Kirchen", "Orte", "Museen".

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Bericht Mitgliederversammlung 2026
Liebe Mitglieder und Freunde des Waldenservereins Palmbach,
am Freitag, 17. April 2026, um 19:00 Uhr fand die diesjährige Mitgliederversammlung im Evangelische Gemeindehaus Palmbach ein.
Zwei Jahre nach der Vereinsgründung standen erstmals Neuwahlen an, welche eine neue Zusammensetzung der Verwaltung mit sich brachten. Unser zweiter Vorsitzender Peter Hepperle möchte künftig etwas kürzertreten und hat sein Amt abgeben. Seit 2014 engagierte er sich im ursprünglichen Waldenser-Arbeitskreis. Die Waldenserweg-Führungen wird er weiterhin unterstützen.
Anwesend waren 19 stimmberechtigte Mitglieder, Versammlungsleiter war Roland Jourdan und Protokollführerin Beate Tron.
Auszüge aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung:
TOP 1: Begrüßung. Roland Jourdan begrüßte die anwesenden Mitglieder.
Zur Mitgliederversammlung wurde fristgerecht eingeladen. Gegen die Tagesordnung gab es keine Einwände. Er stellte fest, dass 19 stimmberechtige Mitglieder anwesend sind.
Von der Vorstandschaft sind Peter Hepperle und Ulrike Beichert, sowie die Kassenprüfer Alheidis Götz und Rudi Ludwig entschuldigt.
TOP 2: Totengedenken
TOP 3: Jahresbericht des Vorsitzenden. Roland Jourdan berichtete über die Vereinsaktivitäten im Jahr 2025.
TOP 4: Kassenbericht Martina Vogt als Kassenverwalterin trug die Kassenbewegungen (Einnahmen/Ausgaben) des Jahres 2025, sowie die Mitgliederstatistik vor.
Mitgliederstand am 31.12.2025: 69 Mitglieder, diese teilen sich auf in 36 Einzelmitgliedschaften, 13 Paar-Mitgliedschaften und 3 Familienmitgliedschaften. Im Jahr 2025 gab es 13 Neueintritte und einen Austritt.
Vor 325 Jahren kamen die Waldenser nach Grünwettersbach
1701 – Vor 325 Jahren kamen die Waldenser von Mörfelden-Walldorf in ihre neue Heimat
WALDENSERWEG-FÜHRUNG am 17.05.2026 - Fotoausstellung über das Palmbacher Jubiläumsjahr 2001 in den Sommerferien:
Vor 325 Jahren, an einem Mittwoch, dem 4. Mai 1701, trafen die protestantischen Waldenserflüchtlinge im lutherischen Grünwettersbach ein, das damals – ebenso wie Untermutschelbach – zum Herzogtum Württemberg gehörte. Eine Gruppe von etwa 250 waldensischen Glaubensflüchtlingen fand in unserer Region eine neue Heimat.
Die Waldenser waren aus den Waldensertälern im piemontesischen Pragelatal – wegen ihres protestantischen Glaubens – vertrieben worden und hatten sich von 1699 bis 1701 vorübergehend in Mörfelden-Walldorf aufgehalten. Doch die Lebensbedingungen dort waren schwierig: Es fehlte an ausreichend fruchtbarem Land, die Bodenqualität war schlecht, und eine sichere Zukunft zeichnete sich nicht ab. Daher suchte ein Teil der Gemeinschaft nach neuen Siedlungsmöglichkeiten.
Im August 1700 wandten sich die Anführer Jean Balce und Laurens Berger aus Walldorf zunächst vergeblich an Baden-Durlach, bevor sie im Oktober desselben Jahres die herzoglich württembergische Regierung um Aufnahme baten. Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg gab die Zusage, einen Teil der Flüchtlinge in seinem Land aufzunehmen, da er nach den Verwüstungen und Bevölkerungsverlusten infolge zahlreicher Kriege und Krankheiten an der Ansiedlung neuer Einwohner interessiert war. Grünwettersbach hatte in dieser Zeit noch ungefähr 30 Bürger (Haushaltsvorstände mit Bürgerrecht), was je nach Familiengröße etwa 100 bis 150 Personen entsprach.
Am 22. April 1701 erhielten die Waldenser in Walldorf von Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt die Genehmigung zum Abzug. Drei Tage später, am 25. April 1701, wurden den abziehenden Waldensern ihre Reisepässe ausgestellt. In den darauffolgenden Tagen führte Pierre Berger, der in Walldorf zum Bürgermeister gewählt worden war, die Waldenser nach Grünwettersbach und blieb auch dort zunächst in dieser Funktion tätig. Von den Walldorfer Bewohnern blieben 14 Familien mit 56 Personen im neugegründeten Walldorf bei Mörfelden.
Die etwa 250 Personen umfassende Waldensergruppe machte sich mit ihrem gesamten Hab und Gut auf einen beschwerlichen, rund 130 Kilometer langen Fußmarsch von Mörfelden-Walldorf in ihre neue Heimat. Welchen genauen Reiseweg sie dabei nahmen und wie lange die beschwerliche Wanderung tatsächlich dauerte, ist bislang nicht eindeutig erforscht. Nach ihrer Ankunft wurden die Familien auf drei Orte verteilt: 14 Familien mit 59 Personen kamen nach Untermutschelbach, 15 Familien mit insgesamt 78 Personen fanden zunächst im badischen Kleinsteinbach Aufnahme. Diese Waldenser verließen Kleinsteinbach jedoch im Jahr 1719 wieder und zogen nahezu geschlossen weiter. Weitere 30 Familien mit 111 Personen wurden in Grünwettersbach angesiedelt.
Die Ankunft in Grünwettersbach war trotz offizieller Zuweisung kaum vorbereitet. Weder Unterkünfte noch ausreichende Vorräte standen bereit, sodass der Neuenbürger Vogt die Familien kurzfristig in den Häusern der oft skeptisch eingestellten Alteinwohner unterbringen musste. Besonders in Grünwettersbach war die Stimmung angespannt, da die Bevölkerung Nachteile bei Weiderechten und der Nutzung des Landes befürchtete.
Am 26. Juni 1701 leisteten alle waldenserischen Männer über 16 Jahre – 38 Personen in Grünwettersbach und 16 in Untermutschelbach – den Treueeid auf Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Damit erkannten sie ihn offiziell als ihren neuen Landesherrn
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Neue Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach veröffentlicht
Auf den Spuren der Vorfahren: Ortsfamilienbücher Palmbach (Ausgabe vom 01.12.2025) und Grünwettersbach (Ausgabe vom 07.12.2025) sind erschienen.
Mit den vorliegenden Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach liegt erstmals eine umfassende genealogische Dokumentation der Familien vor, die in Grünwettersbach seit ca. 1640 und in Palmbach seit der Gründung der Waldensergemeinde im Jahr 1701 und bis ins 20. Jahrhundert hinein lebten und wirkten. Über viele Jahre hinweg wurden Kirchenbücher, Standesregister, archivalische Quellen sowie private Familienunterlagen ausgewertet, verglichen und mit Ergebnissen aus der Onlinerecherche zusammengeführt. Entstanden ist ein sorgfältig recherchiertes Nachschlagewerk, das nicht nur Familienforscherinnen und Familienforschern wertvolle Dienste leistet, sondern auch ein eindrucksvolles Stück Lokalgeschichte bewahrt.
Ahnenforschung endet nie, gerne nehmen wir ihre Ergänzungen auf.
OFB Palmbach
Das 151-seitige Ortsfamilienbuch umfasst 713 Familien mit insgesamt 2.616 erfassten Personen. Die Palmbacher Kirchenbücher (Familienbuch, Taufbuch, Trauungsbuch und Sterbebuch) wurden transkribiert, die Personen den Familien zugeordnet, in einer genealogischen Software erfasst, und mit Ergebnissen aus Online-Recherchen zusammengeführt.Die Vielfalt der 156 Familiennamen zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Gemeinde – von den waldenserischen Ursprungsfamilien aus dem Piemont über die badischen und württembergischen Nachbarorte bis hin zu späteren Zuzügen. Die Einträge enthalten nicht nur Geburts-, Heirats- und Sterbedaten, sondern häufig auch Hinweise auf Berufe, Herkunftsorte, Auswanderungen und familiäre Zusammenhänge. Insgesamt konnten 116 unterschiedliche Orte als Lebens- oder Herkunftsstationen identifiziert werden, was die weiten historischen Verflechtungen der Palmbacher Familien deutlich macht.
OFB Grünwettersbach
Das Ortsfamilienbuch Grünwettersbach wurde von der Ahnenforscherin Iris Riedlsperger mit Unterstützung von Roland Jourdan zusammengestellt. Auf 372 Seiten umfasst es 2.398 Grünwettersbacher Familien mit 10.145 Personen. In vielen hundert Stunden Arbeit hat Frau Riedlsperger die Kirchenbücher von Grünwettersbach transkribiert, die Personen den Familienzweigen zugeordnet, in einer genealogischen Software erfasst, und mit Ergebnissen aus Online-Recherchen zusammengeführt.
Beide Bücher möchten nicht nur genealogische Fakten präsentieren, sondern auch Menschen und Geschichten wieder lebendig werden lassen. Hinter jedem Eintrag verbirgt sich ein persönliches Schicksal, eine Familie, ein Lebensweg. So führt das Ortsfamilienbuch tief hinein in die Kultur, Religion und Geschichte der Waldenser, aber auch in den Alltag der ländlichen Bevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts im nördlichen Schwarzwald.
Mit dem Erscheinen dieser Werke wird ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation der Palmbacher und Grünwettersbacher Ortsgeschichte geleistet. Es lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen, Verbindungen zu entdecken und die Wurzeln der örtlichen Familien neu zu betrachten. Mögen diese Bücher vielen Leserinnen und Lesern ein hilfreicher Wegweiser und zugleich ein Stück bewahrter Heimatgeschichte sein.
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