
Neue Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach veröffentlicht
Auf den Spuren der Vorfahren: Ortsfamilienbücher Palmbach (Ausgabe vom 01.12.2025) und Grünwettersbach (Ausgabe vom 07.12.2025) sind erschienen.
Mit den vorliegenden Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach liegt erstmals eine umfassende genealogische Dokumentation der Familien vor, die in Grünwettersbach seit ca. 1640 und in Palmbach seit der Gründung der Waldensergemeinde im Jahr 1701 und bis ins 20. Jahrhundert hinein lebten und wirkten. Über viele Jahre hinweg wurden Kirchenbücher, Standesregister, archivalische Quellen sowie private Familienunterlagen ausgewertet, verglichen und mit Ergebnissen aus der Onlinerecherche zusammengeführt. Entstanden ist ein sorgfältig recherchiertes Nachschlagewerk, das nicht nur Familienforscherinnen und Familienforschern wertvolle Dienste leistet, sondern auch ein eindrucksvolles Stück Lokalgeschichte bewahrt.
Ahnenforschung endet nie, gerne nehmen wir ihre Ergänzungen auf.
OFB Palmbach
Das 151-seitige Ortsfamilienbuch umfasst 713 Familien mit insgesamt 2.616 erfassten Personen. Die Palmbacher Kirchenbücher (Familienbuch, Taufbuch, Trauungsbuch und Sterbebuch) wurden transkribiert, die Personen den Familien zugeordnet, in einer genealogischen Software erfasst, und mit Ergebnissen aus Online-Recherchen zusammengeführt.Die Vielfalt der 156 Familiennamen zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Gemeinde – von den waldenserischen Ursprungsfamilien aus dem Piemont über die badischen und württembergischen Nachbarorte bis hin zu späteren Zuzügen. Die Einträge enthalten nicht nur Geburts-, Heirats- und Sterbedaten, sondern häufig auch Hinweise auf Berufe, Herkunftsorte, Auswanderungen und familiäre Zusammenhänge. Insgesamt konnten 116 unterschiedliche Orte als Lebens- oder Herkunftsstationen identifiziert werden, was die weiten historischen Verflechtungen der Palmbacher Familien deutlich macht.
OFB Grünwettersbach
Das Ortsfamilienbuch Grünwettersbach wurde von der Ahnenforscherin Iris Riedlsperger mit Unterstützung von Roland Jourdan zusammengestellt. Auf 372 Seiten umfasst es 2.398 Grünwettersbacher Familien mit 10.145 Personen. In vielen hundert Stunden Arbeit hat Frau Riedlsperger die Kirchenbücher von Grünwettersbach transkribiert, die Personen den Familienzweigen zugeordnet, in einer genealogischen Software erfasst, und mit Ergebnissen aus Online-Recherchen zusammengeführt.
Beide Bücher möchten nicht nur genealogische Fakten präsentieren, sondern auch Menschen und Geschichten wieder lebendig werden lassen. Hinter jedem Eintrag verbirgt sich ein persönliches Schicksal, eine Familie, ein Lebensweg. So führt das Ortsfamilienbuch tief hinein in die Kultur, Religion und Geschichte der Waldenser, aber auch in den Alltag der ländlichen Bevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts im nördlichen Schwarzwald.
Mit dem Erscheinen dieser Werke wird ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation der Palmbacher und Grünwettersbacher Ortsgeschichte geleistet. Es lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen, Verbindungen zu entdecken und die Wurzeln der örtlichen Familien neu zu betrachten. Mögen diese Bücher vielen Leserinnen und Lesern ein hilfreicher Wegweiser und zugleich ein Stück bewahrter Heimatgeschichte sein.
Buchbestellung + Preise
Weiterlesen: Neue Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach veröffentlicht
Karlsruhe - Palmbach: Wissenswertes, Tipps, Sehenswürdigkeiten
Waldenserort Palmbach
Herzlich willkommen! - Wir freuen uns, dass Sie hier sind.
In unseren Karlsruher Bergdörfern, zu denen auch der Waldenserort Palmbach zählt, verbindet sich die herrliche Landschaft des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord mit dem städtischen Flair der nahliegenden Großstadt Karlsruhe. Unweit der Innenstadt laden die Höhenstadtteile zum Wandern und Verweilen in Wäldern mit traumhaften Ausblicken in die Rheinebene ein. Unsere Region bietet zahlreiche schöne Wandermöglichkeiten.
Sie finden hier Informationen über die Region Karlsruher Berggdörfer und insbesondere über den Waldenserort Palmbach, heutiger Höhenstadtteil und südöstliches Eingangstor nach Karlsruhe
Naturpark Schwarzwald
Kultur, Natur und Tourismus im Bereich unserer Karlsruher Bergdörfer: Wir freuen uns, Sie als "Waldenserort im Naturpark Schwarzwald" begrüßen zu dürfen.
Im Januar 2021 erfolgte der Beitritt der Karlsruher Stadtteile Durlach, Wolfartsweier, Hohenwettersbach, Stupferich, Grünwettersbach und Palmbach zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Durch verschiedene Gebietserweiterungen wird der Naturpark um 46.000 Hektar erweitert und wird so, mit einer Gesamtfläche von rund 420.000 Hektar, zu Deutschlands größtem Naturpark. Durch die Zusammenführung von Landschaft, Landnutzung und Tourismus sollen positive nachhaltige Effekte für die ganze Region erzielt werden. Durch die Gebietserweiterung werden weitere Entwicklungen für den Naturpark, insbesondere in den Randbereichen, ermöglicht.
Tauchen Sie ein in die Geschichte und Kultur unserer Stadtteile, entdecken Sie verborgene Schätze und lassen Sie sich von der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, prachtvollen Wäldern und Streuobstwiesen verzaubern. Von historischen Bauwerken über das Schulmuseum bis hin zu idyllischen Wander- und Radwegen - hier ist für jeden etwas dabei.
Hier finden Sie den Waldenserweg:
76228 Karlsruhe – Palmbach, entlang der Talstraße, der Henri-Arnaud-Straße und der Grünwettersbacher Straße
Die Wegpunkte des kreuzförmig angelegten Waldenserweges richten sich nach den historischen Gegebenheiten der Örtlichkeiten, weshalb die Erkundung des Weges an jeder beliebiger Stelle begonnen werden kann.
Weiterlesen: Karlsruhe - Palmbach: Wissenswertes, Tipps, Sehenswürdigkeiten
10 Jahre Führungen am Waldenserweg – Eine Erfolgsgeschichte
Wer erinnert sich noch an unsere allererste Führung auf dem Waldenserweg in Palmbach?
Am 13. September 2015 begleiteten wir – unterstützt vom Künstlerpaar Barbara Jäger und OMI Riesterer – unsere erste Besuchergruppe. Geplant war damals nur diese eine Führung, anlässlich der Einweihung des Waldenserweges zum Stadtgeburtstag 300 Jahre KA..
Doch es kam anders: Bereits am Festwochenende erreichten uns die ersten Anfragen nach weiteren Führungen. Zu unserer Überraschung war es vor allem geschichtsinteressiertes Publikum von außerhalb, das sich für die Palmbacher Waldensergeschichte begeisterte. Bald folgten auch Gruppen, die einen Tagesausflug nach Palmbach planten – häufig in Verbindung mit einem Besuch im Badischen Schulmuseum. So wurde die Geschichte der Waldenser in Palmbach wieder lebendig und fand über zahlreiche Veranstaltungen und Führungen ihren Weg zu einem breiten Publikum.
Seit 2015 durften wir 76 Führungen durchführen und dabei rund 1.400 Gäste begrüßen. Neben unseren vier regelmäßigen Sonntagsführungen im Jahr kamen auch viele Besuchergruppen: Wandervereine, Seniorenausflüge, Kirchengemeinden, Lehrergruppen und Firmen. Besonders erfreulich ist das große Interesse von Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern an der bewegenden Waldensergeschichte – und an ihrem christlichen Hintergrund.
Wir sind glücklich, dass die Verbindung von kulturellen Angeboten wie Waldenserweg, Waldenserkirche und Badischem Schulmuseum, zusammen mit der örtlichen Gastronomie, unserem Waldenserort Palmbach neues Leben eingehaucht hat. Mit einem derartigen Zuspruch hätten wir niemals gerechnet – umso größer ist heute unsere Freude und unser Dank!
👉 Herzliche Einladung: Besuchen Sie eine unserer nächsten Führungen und lassen Sie sich von der Geschichte der Waldenser begeistern.
Alle aktuellen Termine und Informationen finden Sie hier auf unserer Webseite.

Weiterlesen: 10 Jahre Führungen am Waldenserweg – Eine Erfolgsgeschichte
Weihnachtsgruß 2025

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Waldenservereins Palmbach,
in der besinnlichen Weihnachtszeit möchten wir Euch und Euren Familien von Herzen frohe und gesegnete Weihnachten sowie ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen.
Möge der Geist der Weihnacht – geprägt von Frieden, Hoffnung und Nächstenliebe – auch in Euer Zuhause einkehren. Das Waldenserwort „Das Licht leuchtet in der Finsternis“ erinnert uns daran, dass wir selbst in schwierigen Zeiten Hoffnung, Zuversicht und Orientierung finden können.
Wir danken Euch herzlich für Euer Engagement und Eure Verbundenheit mit unserem noch jungen Verein. Dankbar blicken wir auf das zweite Jahr unseres Vereins zurück. In der Gemeinschaft haben wir begonnen, das Erbe der Waldenser zu bewahren und lebendig zu halten.
Euer Mittragen, Euer ehrenamtlicher Einsatz und Eure Spenden machen diese Arbeit möglich. So konnten wir in diesem Jahr gemeinsam mit der Kirchengemeinde das Gemeindefest „300 Jahre Waldenserkirche Palmbach“ feiern, die große Ausstellung „Wurzeln schlagen“ durchführen und zahlreiche Führungen auf dem Waldenserweg anbieten. Dafür sagen wir Euch von Herzen Dank. Ohne Euer tatkräftiges Mitwirken und Eure Unterstützung wäre unsere Vereinsarbeit nicht möglich.
In diesem Sinne wünschen wir Euch gesegnete Feiertage und einen guten, behüteten Start ins neue Jahr 2026.
Herzliche Grüße
die Vorstandschaft des Waldenservereins Palmbach e. V.
Roland Jourdan · Peter Hepperle · Martina Vogt · Beate Tron · Ulrike Beichert · Erwin Liebig · Hans-Peter Nagel
Ein Rückblick auf das Jahr 2025
Wir blicken auf ein arbeitsreiches und zugleich sehr erfolgreiches zweites Vereinsjahr zurück. Den Auftakt bildete unsere Teilnahme am Festakt „50 Jahre Eingemeindung nach Karlsruhe“. Im Laufe des Jahres konnten wir bei 12 Führungen auf dem Waldenserweg rund 200 Gäste in Palmbach willkommen heißen.
Ein besonderer Höhepunkt war das Waldenserforum im März im Gemeindehaus, bei dem sich Vertreterinnen und Vertreter nahezu aller Waldensergemeinden zwischen Mörfelden-Walldorf und Stuttgart trafen. Beim Maibaumstellen präsentierten wir erstmals stolz unser Vereinswappen am Maibaum, und am 1. Mai besuchten wir das Maifest am Waldensermuseum Henri-Arnaud-Haus in Ötisheim-Schönenberg.
Im Juli berichtete Baden TV über unsere Vereinsarbeit und die Ortsgeschichte; zudem wurde der neue Schilderbaum am Waldenserplatz eingeweiht. Gemeinsam mit der Evangelischen Gemeinde Bergdörfer feierten wir das Gemeindefest zum 300-jährigen Jubiläum des Baus der ersten Waldenserkirche in Palmbach, begleitet von einer einmonatigen Fotoausstellung zur Orts- und Kirchengeschichte sowie einer gut besuchten Buchvorstellung und Lesung des Romans „Der Fluch der Waldenser“.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung „Wurzeln schlagen – Menschen und Pflanzen im Exil“ in der Waldenserkirche Palmbach. An 26 Ausstellungstagen durften wir rund 700 Besucherinnen und Besucher begrüßen – ein überwältigender Erfolg und ein starkes Zeichen für das lebendige Interesse an der Waldensergeschichte.
Kurz vor Weihnachten konnten wir gemeinsam mit der Ahnenforscherin Iris Riedlsperger die Ortsfamilienbücher Palmbach und Grünwettersbach veröffentlichen.
Mit Dankbarkeit für die Unterstützung und das große Engagement aller Beteiligten blicken wir zuversichtlich auf das kommende Jahr.
Am Samstag, 27. Dezember 2025, um 18.00 Uhr laden wir Euch gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde herzlich zum Singen von Weihnachtsliedern in den Hof der Waldenserkirche ein.
Stationen der Flucht und Vertreibung
Diese Seite wurde am 18.07.2025 überarbeitet.
Stationen der Flucht - Die Palmbacher Waldenser -
Kurze Vorgeschichte
1173
Der wohlhabende Kaufmann Waldes (in Deutschland als Petrus Waldus bekannt) lässt die Bibel in die Volksprache übersetzen. Er verzichtet auf sein Vermögen und beginnt in Lyon als Laie das Evangelium zu predigen.
1184
Papst Lucius III. verurteilte auf der Synode von Verona zusammen mit Kaiser Friedrich Barbarossa die Waldenser als Ketzer.
Seit 1231
Päpstliche Inquisitoren führen Ketzerprozesse gegen Waldenser durch. Hunderte Waldenser werden zum Tode auf den Scheiterhaufen verurteilt. Solche Urteile wurden von der weltlichen Hand vollstreckt.
12. Jahrhundert
Die Grafen von Vaihingen besitzen die Herrschaftsrechte von Grünwettersbach.
1349
Die Dauphiné wird von Frankreich gekauft. Damit fällt das Pragelatal (Val Pragela) an Frankreich. Dort liegt auch der Ort La Balme, aus dem die Palmbacher Waldenser stammen. Bereits im Mittelalter ist das Pragelatal ein waldensisches Kerngebiet.
1535
Die Herrschaftsrechte von Grünwettersbach gehen an das württembergische Oberamt Neuenbürg über.
1517
Martin Luther schlägt seine 95 Thesen gegen den Ablass an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.
Seite 2 von 6












